HAUS DER GHETTO KAMPFER

Ausstellungen

"Wir dachten, dass der Holocaust und der jüdische Widerstand untersucht werden sollten, da aus beiden Lektionen gelernt werden können. Deshalb errichteten wir dieses Haus: Um den neuen Generationen zu erzählen, was geschah, wie es geschah und wie wir unser Leben weiterführen sollen."
           
(Yitzhak “Antek” Zuckerman, in einem Interview auf Tonband, April 1970)

 

Biographien erzählen hier Historie! Das neue Herzstück des Museums bildet diese 1996 gestaltete großzügige Halle mit natürlichem Lichteinfall von oben, in deren Zentrum auf Tischgruppen ausgelegt die Lebensgeschichten der Kibbuz Begründer in Sammelbändern vorliegen.
Eine eindrückliche visuelle Kunstinstallation aus Buchstaben in Bewegung inspiriert das Gedenken der in Europa vernichteten jüdischen Gemeinden.
Hinter schwarzen Glaswänden zunächst verborgen liegt die rotierende Ausstellung von über 5000 Kunstgegenständen und weiteren 1000 Objekten des Museumsarchives.
Die einzigartige Ausstellung zum jüdischen Widerstand bricht mit der Opferidentifikation und zeigt Momente freier Wahl zum Widerstand unter bedrängenden Bedingungen, Akte der Entscheidung von Juden und Jüdinnen im Wandel der sich verändernden Situationen während des Holocaust.
Eine eigene Ausstellung ist solchem Widerstand aus der nichtjuedischen Bevölkerung Europas gewidmet, durch den jüdisches Leben gerettet wurde.
Mit neuem Design und völlig aktualisiert wurde diese Ausstellung erst im Oktober 2010 wieder eröffnet. Auf Displays wird der industrielle Charakter der Vernichtung Europäischer Juden mittels außerordentlicher Zeugnisse und Dokumentationen prägnant dargestellt wobei der Schwerpunkt auf dem Lager von Treblinka liegt.
Diese Ausstellung gibt den größeren historischen Kontext: Dargestellt ist die des Aufstieges und Etablierung des Naziregimes in Deutschland und der Prozess, in dem es seine Kontrolle vor dem Krieg und dann während des Krieges weiter über Europa ausdehnte.
Diese einmalige Ausstellung ermöglicht dem Besucher, einen Eindruck von der komplexen Geschichte des Holocausts der Juden in den Niederlanden zu bekommen.
Die Narrative wird dreifach aufgerollt, einmal auf der Ebene der Historie des Warschauer Ghettos, dann als die Geschichte des bewaffneten Aufstandes im Ghetto und nicht zuletzt als die persönliche Geschichte von Yitzhak (Antek) Zuckermann und Zivia Lubetkin.
Die Gallerie Etage umfasst drei große Flächen für Ausstellungen aus den Kunstsammlungen des Museums, "Haus der Ghetto Kämpfer" von über 3000 Kunstwerken von Künstlern aus der Zeit des Holocausts.
Vom Museumsdach aus, das über Treppen und Aufzug zugänglich ist, lässt sich der offene Rundumblick auf den westlichen Galiläa genießen.
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